Mit frischem Putz am Kamin zu neuem Glanz

Warum ein neuer Putz am Kamin nötig sein kann

Risse, Löcher oder abgeplatzter Putz am Kamin sind ein häufiger Anblick in vielen Wohnzimmern. Das liegt häufig daran, dass der Kamin großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Im Winter raucht und heizt er, im Sommer steht er oft still. Feuchtigkeit, Ruß und Hitze können dafür sorgen, dass alter Putz abplatzt oder unansehnlich wird. Wer seinen Kamin verputzen möchte, schützt das Mauerwerk vor weiteren Schäden und schafft eine schöne Fläche, die sich leicht reinigen lässt. Frischer Putz kann auch helfen, kleine Unebenheiten oder Schmutz zu verstecken. Wer regelmäßig nach dem Putz schaut, kann größere Probleme meist verhindern.

Geeignete Materialien und Vorbereitung beim Kamin verputzen

Für das Kamin verputzen gibt es spezielle Materialien. Normaler Innenputz ist ungeeignet, denn der Putz muss hitzefest und atmungsaktiv sein. Im Baumarkt findet man zum Beispiel Kamin- oder Ofenputz. Diese Mischung hält Temperaturen bis zu 600 Grad aus. Bevor mit dem Kamin verputzen begonnen wird, muss der alte lose Putz entfernt werden. Am besten klopft man vorsichtig mit einem Hammer und Spachtel die brüchigen Stellen ab. Dann alles gründlich abkehren und eventuell mit einer Drahtbürste reinigen. Die Fläche muss trocken, staubfrei und fest sein, damit der neue Putz gut hält. Für extra Halt hilft ein feiner Spritzer Wasser, bevor man den Putz auftragt – aber zu nass darf die Fläche nicht werden. Wer größere Fehlstellen ausgleichen muss, kann eventuell einen Unterputz verwenden. Danach kann der eigentliche Putz aufgetragen werden.

Schritt für Schritt zum neuen Putz am Kamin

Für das Kamin verputzen braucht man keinen großen Werkzeugkasten. Ein Eimer, eine Kelle, eine Glättkelle, Handschuhe und gegebenenfalls eine Atemmaske reichen meist aus. Nach dem Anrühren des Putzes sollten die Herstellerangaben beachtet werden. Der Putz wird gleichmäßig mit der Kelle aufgetragen und danach mit der Glättkelle verstrichen. Die Schicht darf nicht zu dick sein – meist reichen wenige Millimeter. Ecken und Kanten werden besonders sorgfältig bearbeitet. Wer Wert auf saubere Übergänge legt, kann Malerkrepp an angrenzende Flächen kleben. Nach dem Auftragen sollte der Putz einige Stunden trocknen und dann eventuell leicht mit einem feuchten Schwamm geglättet werden. Wenn der Putz ganz trocken ist, kann man die Oberfläche mit Farbe versehen, aber das ist kein Muss. Wichtig bleibt: Nur mineralische, atmungsaktive Farben nehmen, damit sich keine Feuchtigkeit staut. So bleibt das Kamin verputzen lange schön und haltbar.

Sicherheit und Pflege nach dem Verputzen

Wer seinen Kamin verputzt hat, sollte auf die richtige Pflege achten. Vor allem in den ersten Tagen muss man den neuen Putz schonen und den Kamin nicht sofort in Betrieb nehmen. Der Putz muss richtig trocknen, sonst bilden sich Flecken oder Risse. Erst nach mindestens zwei Tagen kann langsam wieder geheizt werden. Generell ist es ratsam, regelmäßig auf Veränderungen am Kamin zu achten. Kleine Risse oder Abplatzungen können mit wenig Aufwand nachgebessert werden. Der regelmäßige Blick lohnt sich auch aus Sicherheitsgründen. Nur bei stabilem und intaktem Putz bleibt das Mauerwerk vom Kamin sicher und geschützt. Bei sehr großen Schäden oder bei Unsicherheiten sollte man aber besser einen Fachmann um Rat fragen. Wer den Kamin verputzen will, sorgt also nicht nur für ein schönes Zuhause, sondern auch für Sicherheit und Werterhalt.

Häufig gestellte Fragen zum Kamin verputzen

  • Welche Putzart eignet sich am besten für das Kamin verputzen? Für das Kamin verputzen sollte immer ein spezieller Kamin- oder Ofenputz verwendet werden. Diese sind hitzefest und für hohe Temperaturen geeignet.
  • Wie lange sollte der Putz am Kamin trocknen, bevor wieder geheizt wird? Der Putz am Kamin sollte mindestens zwei Tage trocknen, bevor der Kamin wieder genutzt wird. So kann der Putz gut aushärten und bekommt keine Risse.
  • Kann jeder selbst den Kamin verputzen oder muss ein Fachmann her? Viele Menschen können den Kamin verputzen, wenn sie die richtige Anleitung, passende Materialien und etwas handwerkliches Geschick haben. Bei großen Schäden ist eine Beratung durch einen Fachmann sinnvoll.
  • Warum darf keine normale Wandfarbe oder Dispersionsfarbe auf den Kaminputz? Normale Wandfarbe oder Dispersionsfarbe sollte man beim Kamin verputzen nicht nutzen, da sie nicht atmungsaktiv ist. Feuchtigkeit könnte im Putz bleiben und zu Schäden führen.
  • Wie oft sollte der Putz am Kamin kontrolliert oder erneuert werden? Putz am Kamin sollte ein- bis zweimal im Jahr kontrolliert werden. Kleine Risse kann man direkt ausbessern, damit größere Schäden gar nicht erst entstehen.